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Dr. Birgit Wolf – Kulturermöglicherin

Foto der Gründerin Birgit Wolf

Gründungsjahr 2016, Gründungsbranche: Kultur und Bildung

Beruflicher Werdegang bis zur Gründung

Kunst und Kultur gehörten schon vor dem Studium der Museologie zu Birgit Wolf und wie ein roter Faden zieht sich das Vermitteln zwischen den Künsten und Institutionen durch ihr Leben; ob als Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Projektmanagement am Leipziger Haus Steinstraße, als Bildungsreferentin der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen, als Projektleiterin von ZIRKUS BERLIN oder als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Kulturrat und bei der Landeskooperationsstelle Schule - Jugendhilfe im Land Brandenburg. Während der Phase der Promotion zum Thema „Kulturelle Bildung zwischen kultur-, bildungs- und jugendpolitischen Entwicklungen – 50 Jahre Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung“ analysierte und reflektierte sie systematisch ihr Arbeitsfeld.

Warum haben Sie sich selbständig gemacht?

Nebenberuflich wirke ich seit Jahren als Lehrbeauftragte, Autorin, Workshopleiterin und Forscherin, als Generalistin zwischen lokal, regional, national und global. Die Selbstständigkeit schenkt mir die Möglichkeit, meine Professionalität und Themen gezielt einzubringen, um gemeinsam mit den Auftraggeber*innen Teilhabe an Kunst und Kultur allen zu ermöglichen: Konzepte für Zugänge entwickeln oder Angebote evaluieren. Während der Ausarbeitung von Beiträgen kann ich andere Quellen studieren, lernen und Neues eruieren, das Wissen an Lernende weiter geben und zugleich denken wir gemeinsam weiter. Gibt es etwas Schöneres?

Was ist Ihre Unternehmensidee/Philosophie?

In den 1970er Jahren wurde der Anspruch ‚Kunst und Kultur für alle’ propagiert. Dieser ist noch immer nicht eingelöst. Aktuell prägen Phänomene wie Individualisierung, Globalisierung, Migration, Urbanisierung und Digitalisierung die Gesellschaft. Wie reagieren Künstler*innen sowie Kultureinrichtungen, aber auch Kommunen und Länder auf die Fragen der Zeit? Welche Antworten haben Kunst und Kultur, Bildung, Jugendhilfe, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf diese Fragen? Individuelle Wege und Möglichkeiten finden, erproben, verwerfen und wieder finden ist ein spannender und aufregender Prozess für alle, den ich unterstütze, begleite und vorantreibe.

Welche Herausforderungen gab es bis zur Gründung, welche danach?

Lange währte bei der Komplexität der Themen und Tätigkeiten der Prozess das eigene Profil zu benennen: Kulturermöglicherin! Und zugleich galt es vieles das erste Mal zu machen, sich immer wieder auf Neues einzulassen und anzugehen. Herausfordernd ist es, sich selbst zu „vermarkten“ und zugleich „allein“ auf dem Markt zu stehen. Ich lernte abzugeben und suchte zugleich Partner*innen, mit denen ich nun zusammenarbeite.

Was macht Ihnen an der selbständigen Tätigkeit am meisten Spaß? Welche Erfahrungen machen Sie/haben Sie gemacht? Was möchten Sie anderen Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Meine größte Erfüllung ist es Zeit zu haben, sich einem Thema ganz und gar zu widmen, es kreuz und quer zu denken und neue Sichten zu entwickeln. Diese Erkenntnisse mit anderen teilen, in der Praxis erproben, sie weiter zu entwickeln … ein wunderbarer Prozess.

Mein Tipp an alle: Der eigene Weg entsteht beim Gehen. Sucht Wegbegleiter*innen, Kritiker*innen, Spielgefährt*innen, Unterstützer*innen … seid mutig und eigen, neugierig und offen und geht den Weg fidel und froh weiter … 

Kulturermöglicherin
10829 Berlin
Telefon: 0179-532 99 96
Webseite: kulturermoeglicherin.de
E-Mail: mail(at)kultuermoeglicherin(dot)de