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Else Engel und Lea Fenner – right now | Human Rights Consultancy & Training

Foto Engel und Fenner

Gründungsjahr 2011, Branche Bildung und Beratung zu Menschenrechten

Beruflicher Werdegang bis zur Gründung

Wir beiden haben uns während des gemeinsamen Kinderrechte-Studiums kennengelernt. Zuvor hatten wir ein Lehramtsstudium in Geschichte und Geographie bzw. ein Studium der Kulturwissenschaften abgeschlossen.

Zum Zeitpunkt der Gründung waren wir bereits mehrere Jahre für verschiedene NGOs, Internationale Organisationen und in der Politikberatung tätig gewesen. Auch hatten wir über Fortbildungen unser Wissen zu spezifischen Menschenrechten vertieft und eine Ausbildung zur Menschenrechtstrainerin abgeschlossen.

Warum haben Sie sich selbständig gemacht?

Wir haben große Freude an der  spezialisierten Arbeit zu Menschenrechten, insbesondere zu Kinderrechten und Menschenrechtsbildung. Wenige Anstellungen würden uns diese thematische Spazialisierung erlauben und noch weniger eine kontinuierliche Arbeit dazu über längere Zeiträume.

Die Selbständigkeit bedeutet für uns die Möglichkeit, eine Perspektive aufzubauen, die auch längerfristig trägt. Auch schätzen wir die Flexibilität und Vielfältigkeit der Aufgaben, die wir als Selbständige, wenn nicht immer unbedingt mehr, so doch anders eigenverantwortlich mitgestalten können.

Was ist Ihre Unternehmensidee/Philosophie?

Wir bieten Fortbildungen und Trainings sowie Beratung und Studien zu Menschenrechten. Wir wollen mit unserer Arbeit für die vielfältige Relevanz der Menschenrechte in Beruf, Engagement und Alltag sensibilisieren und darauf aufbauend Handlungsoptionen zur Realisierung der Menschenrechte im Großen und Kleinen erarbeiten.

Als Bildungspraktikerinnen arbeiten wir sowohl mit Kindern und Jugendlichen als auch mit Fachkräften. Wir entwickeln und geben Workshops bzw. Fortbildungen zur praktischen Menschenrechtsbildung oder zur Umsetzung der Kinderrechte.

Mit unserer Beratung unterstützen wir Organisationen bei der Entwickung und Durchführung kinderrechtsbasierter Studien, verfassen Publikationen zu menschenrechtlichen Themen und entwickeln Bildungsmaterialien zur Menschenrechtsbildung.

Welche Herausforderungen gab es bis zur Gründung, welche danach?

Eine Herausforderung für uns war und ist, dass es vergleichsweise wenige Vorbilder gibt. Daher hatten wir in vielen Fragen wenig Orientierung und haben stattdessen den Weg des Ausprobierens eingeschlagen.

Auch empfinden wir es als eine Herausforderung neben der eigentlichen Arbeit quasi zugleich auch unsere eigene IT-, Öffentlichkeits-, Rechts- und Finanzabteilung zu sein. Gerade in der Anfangsphase fällt dort viel an. Mittlererweile hat sich vieles eingependelt und neue Herausforderungen treten weniger geballt auf.

Da wir zunächst aus der Anstellung heraus gegründet haben, ging alles in überschaubaren Schritten vorwärts und es gab die nötige Zeit zum Ausprobieren.

Was macht Ihnen an der selbständigen Tätigkeit am meisten Spaß? Welche Erfahrungen machen Sie/haben Sie gemacht? Was möchten Sie anderen Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Selbständigkeit macht Arbeit, aber auch immens stolz. Und es bieten sich immer wieder neue reizvolle Möglichkeiten, die von den weniger spannenden aber notwendigen Aufgaben ablenken.

Wir können nur empfehlen – gerade in der Gründungsphase – vielen Menschen viele Fragen zu stellen und wo nötig professionelle Unterstützung zu holen.

right now | Human Rights Consultancy & Training – Else Engel und Lea Fenner
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