Karin und Vanessa Scharmann – Brautschau XXL
Gründungsjahr: 2009
Branche: Braut- und Abendmode mit Spezialisierung auf große Größen (Textileinzelhandel)
Karin Scharmann und Tochter Vanessa Scharmann haben sich entschlossen, gemeinsam ein Unternehmen zu gründen. Beide haben Germanistik studiert und im kaufmännischen Bereich gearbeitet, ob als Reiseverkehrskauffrau oder im Bereich Kindereventorganisation.
Warum haben Sie sich selbstständig gemacht?
Wir möchten auf keinen Fall unsere Zeit in starrer Haltung vor einem PC verbringen und uns nicht für jeden unserer Schritte gegenüber einem Vorgesetzten rechtfertigen müssen. Hinzu kommt die Begeisterung für Brautmode. So lange ich zurück denke, bin ich mit meiner Mutter vor jedem Brautmodengeschäft stehen geblieben. (Vanessa Scharmann)
Was ist Ihre Unternehmensidee/Philosophie?
Soweit wir das recherchiert haben, bieten die Geschäfte für Brautmode ihre Kleider nur bis ca. Größe 42/44 an, danach gibt es nur noch Maßanfertigungen. Wir bieten daher Braut- und Abendkleider bis Größe 64 und ggf. auch größer an. Außerdem decken wir auch den Bereich der Größen 38 bis 42 mit ab, sowie alle gängigen Stilrichtungen (A-Linie, Duchesse, Empire, Fishtail usw.). Unsere Philosophie ist es, die Kundin nicht mit einer Masse von Kleidern zu erschlagen, sondern Ihr in angenehmer und entspannter Atmosphäre, bei einer Tasse Kaffee oder einem Gläschen Sekt, unsere exklusive Auswahl an Kleidern zu präsentieren. Außer Braut- und Abendkleidern bieten wir Braut- bzw. Abendschuhe aus Satin an, die wir bei Bedarf in jeder erdenklichen Farbe, passend zu allen Abend- oder Cocktailkleidern, liefern können.
Welche Herausforderungen gab es bis zur Gründung, welche danach?
Der Umgang als Neulinge im Textileinzelhandel mit Vertretern der Branche. Wir lassen uns davon aber nicht bange machen, sondern gehen mit ganz viel Spaß an Braut- und Abendmode und noch mehr Optimismus an den Start. Erfahrungsgemäß erweisen sich die meisten anfangs unbekannten Dinge als durchaus machbar, wenn man sich von Schwierigkeiten nicht zu sehr beeindrucken lässt und eine gewisse Gelassenheit an den Tag legt.
Da ich (Mutter) momentan noch ganztags als Angestellte arbeite, ist die Zeit oft knapp. Das wird aber von meiner Tochter Vanessa, die alles managt, so ziemlich aufgefangen und somit hält sich dieser Stressfaktor in Grenzen. Ab 2010 werde ich nur noch halbtags als Angestellte arbeiten und ab mittags im Geschäft sein. Das stelle ich mir, zumindest wenn die Geschäfte gut laufen, relativ anstrengend vor. Aber auch das werden wir schon irgendwie hinkriegen.
Was macht Ihnen an der selbstständigen Tätigkeit am meisten Spaß? Welche Erfahrungen machen Sie/haben Sie gemacht? Was möchten Sie anderen Gründerinnen mit auf den Weg geben?
Am besten ist das Gefühl, meine eigene Chefin zu sein und selbst die Richtung zu bestimmen. Das impliziert natürlich auch, dass man das ganze Risiko selbst trägt, aber das wird durch die Freude am Erfolg wieder wettgemacht. Da wir noch mitten in der Gründung sind, haben wir natürlich auch noch nicht viele Erfahrungen gemacht. Aber ich würde jeder Gründerin mit auf den Weg geben, dass sich die Selbstständigkeit immer lohnt, wenn man Freude an der Tätigkeit hat. Daraus kann man immer wieder neue Energie tanken, wenn mal alles nicht so rund läuft. Und in meinem Fall finde ich es auch ganz wichtig, dass ich nicht alleine gründe. Zu zweit ist es wesentlich einfacher, egal ob es um Zeitmanagement oder neue Ideen geht.
Brautschau XXL
Joachim-Friedrich-Straße 25
Telefon: 030-60 90 24 77
Fax: 030-62 72 51 11
Webseite: www.brautschau-xxl.de
E-Mail: info(at)brautschau-xxl(dot)de






