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Laura Meenken - Autismusberatung

Foto der Gründerin Laura Meenken, Klick öffnet www.meenken-autismusberatung.de

Gründungsjahr 2015, Branche: Autismusberatung

Beruflicher Werdegang bis zur Gründung

Als ausgebildete Erzieherin und Diplom-Pädagogin mit Studiengang Sonderpädagogik arbeitete Laura Meenken als Fachbetreuerin für Autismus als Autismustherapeutin für Kinder, Jugendliche und Netzwerke im AutismusTherapieZentrum DER STEG gGmbH in Berlin. 2015 gründete sie in Teilzeit die Beratungsstelle für Menschen im Autismus-Spektrum in Berlin und arbeitet nebenbei angestellt als Sonderpädagogin beim Kooperationsverbund Autismus Berlin. Zwischen 2012 und 2015 erwarb sie interkulturelle Kompetenz in Uganda, Tansania, Ruanda und Namibia.

Warum haben Sie sich selbständig gemacht?

Ich habe in meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfahren, dass es viele Erwachsene gibt, z.B. Eltern, die auch autistisch sind. Die Versorgung in Berlin ist hier aber viel schlechter als bei den Kindern und Jugendlichen. Hier habe ich Handlungsbedarf gesehen. Und ich habe insgesamt mehr Freiheiten in der inhaltlichen Arbeit und habe weniger bürokratischen Aufwand im Vergleich zur Arbeit als Angestellte.

Für mich ist die Kombination von Anstellung und Selbstständigkeit in Teilzeit ideal, da ich so auch im Team arbeite, nämlich bei der Angestellten-Tätigkeit. Das würde mir bei einer reinen Selbstständigkeit fehlen.

Was ist Ihre Unternehmensidee/Philosophie?

Meine Gründungsidee besteht darin, eine Beratungsstelle für erwachsene Menschen mit Autismus und autismusähnlichen Problemstellungen zu führen und dort Klientinnen und Klienten autismusspezifisch und kompetenzorientiert zu beraten.

Mein Beratungsangebot richtet sich einerseits an Erwachsene im Autismus-Spektrum und andererseits an die Personen im Umfeld. Sowohl im privaten als auch beruflichen Bereich soll meine vermittelnde Beratung dazu beitragen, Missverständnisse und Probleme im Umgang miteinander zu beseitigen.

Wir, der Klient/die Klientin und ich, gestalten die Sitzungen gemeinsam, sowohl den inhaltlichen als auch den zeitlichen Rahmen. Dabei ist mir das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit als Grundlage meines Beratungsangebotes wichtig. Das bedeutet, ich nehme meine Verantwortlichkeit wahr, indem ich z.B. effektiv und zielführend mit dem Zeiteinsatz meines Klienten/meiner Klientin umgehe. Auch die passende Wahl der Methode, je nach Fragestellung, gehört in meinen Verantwortungsbereich.

Generell wird in der Beratung insbesondere Wert darauf gelegt, dass Lösungsideen gemeinsam entwickelt werden und Hilfe zur Selbsthilfe angeboten wird, damit keine Beratungsabhängigkeit entsteht. Die Hilfe suchende Person erfährt Unterstützung in ihrer Kompetenz, selber Lösungen zu entwickeln z.B. durch das Schaffen von Struktur. Ziel der Dienstleistung ist eine stabilisierte und verbesserte Lebensqualität der Klientinnen und Klienten, indem ressourcenorientiert das Identitäts- und Selbstwertgefühl gestärkt wird. In dem Beratungsgespräch wird individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse und Anliegen der Klientinnen/Klienten eingegangen.

Mein Leitbild:

»Jeder Mensch ist anders.« Jeder Mensch wird von mir in seinem/ihrem anders sein gesehen, darf so sein und wird von mir darin ernst genommen. Für mich geht es darum, dass der Mensch im Autismus-Spektrum einen Weg findet, mit seinen Besonderheiten umzugehen, ohne darunter zu leiden, dass er oder sie anders ist. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, die Menschen so akzeptiert wie sie sind. Mit meiner Arbeit möchte ich hierzu einen Beitrag leisten. Meine Aufgabe sehe ich daher auch in der „übersetzenden“ Vermittlung zwischen Menschen im Autismus-Spektrum und ihrer Umwelt.

Welche Herausforderungen gab es bis zur Gründung, welche danach?

Es gab nur nach der Gründung Herausforderungen. Erst kamen keine Klientinnen und Klienten zu mir, obwohl ich mich in der Existenz meiner Zielgruppe bestätigt fühlte. Es war eine Durststrecke, die seit Ende 2017 zum Glück beendet ist. Ich musste in der Zeit oft an die Worte der Gründerinnen und Beraterinnen in der Gründerinnenzentrale denken, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis sich mein Angebot herumspricht und die Klientinnen und Klienten auf mich zukommen. Das hat mir geholfen geduldig zu bleiben und es hat sich gelohnt.

Was macht Ihnen an der selbständigen Tätigkeit am meisten Spaß? Welche Erfahrungen machen Sie/haben Sie gemacht? Was möchten Sie anderen Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Mich erfüllt es mit Stolz und gibt mir Selbstbewusstsein, „meine Idee“ umgesetzt zu haben und damit erfolgreich zu sein. Es ist genauso wie ich es mir vorgestellt habe, eine inhaltlich sehr erfüllende Arbeit, da ich den Menschen helfen kann. Ich kann inhaltlich viel dazu lernen, da die Klientinnen und Klienten so unterschiedlich sind. Das macht mir viel Spaß.

Was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg ist für mich, dass meine Vorstellungen, die ja erstmal Annahmen meinerseits waren, sich bewahrheiten z.B. es gibt meine Zielgruppe, ich decke eine Bedarfslücke in der Berliner Versorgungslandschaft im Bereich erwachsene Autisten und Autistinnen, die Klienten und Klientinnen profitieren von meiner Arbeit, mir macht die Arbeit Spaß.

Außerdem verdiene ich mehr Geld, das verknüpfe ich auch mit Erfolg.

Logo Meenken Autismusberatung

Laura Meenken – Autismusberatung
Neue Krugallee 130
12437 Berlin
Die Beratung findet in Friedrichshain oder in Moabit statt (siehe Homepage)
Telefon mobil: 0176–82 32 08 75
Telefon Festnetz: 030–23 95 11 17
Website: www.meenken-autismusberatung.de
E-Mail: info(at)meenken-autismusberatung(dot)de